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805: Liudger wird Bischof

Spuren eines Heiligen zwischen York, Rom und Münster

Ausstellung im Stadtmuseum Münster vom 12. März bis 11. September 2005

Die aufwändige Präsentation im Stadtmuseum Münster greift im Jahr 2005 mit der Weihe des Missionars Liudger zum ersten Bischof von Münster am 30. März 805 in Köln ein Ereignis auf, das für Westfalen und das Bistum Münster weitreichende Folgen hatte.

Kulturwandel in Westfalen
Dieses Ereignis wurde zum Beginn eines tief greifenden Kulturwandels. Als Folge der Christianisierung sowie der Integration der Region in das Frankenreich Karls des Großen änderten sich Glauben, Lebens- und Wirtschaftsweise, Sozial- und Machtgefüge in kurzer Zeit weitgehend. Die Christianisierungsphase des 9. Jahrhunderts war einer der größten Umwälzungsprozesse der nachantiken Geschichte des nordwestdeutschen Raums.

Auf den Spuren Liudgers
Die wechselvollen Reisen Liudgers in einer Art Pilgerschaft durch ganz Europa machen deutlich, dass internationale Verflechtungen und damit auch interkulturelle Prägungen in dieser Zeit von großer Bedeutung waren. In Utrecht, Friesland, York und Rom, in Montecassino, Köln und Werden erfuhr Liudger jeweils unterschiedliche Einflüsse, die Auswirkungen auf seine Vorstellungen und sein Handeln hatten. Liudger, der auch mit dem karolingischen Hof verbunden war, brachte nicht nur eine neue Religion, sondern auch neue kulturelle Werte sowie greifbare Objekte nach Nordwestdeutschland. Durch seine Person erhält die Ausstellung ihre europäische Dimension.

Liudger und Werden
Insbesondere die nach Münster (795) zweite Klostergründung Liudgers in Werden (799) wird in der Ausstellung als wichtige Lebensstation des Missionars thematisiert. Zwischen den Klöstern in Münster und Werden gab es überaus enge Verbindungen. Werden wurde darüber hinaus ein besonderes Zentrum der Verehrung Liudgers als Heiliger.

Die Anfänge des Bischofssitzes
Aktuelle Forschungen schließlich werfen ein völlig neues Licht auf die Gestalt des sächsischen Dorfes „Mimigernaford“ als Bischofssitz (um 805) und dessen weitere Entwicklung zur großen Domburg-Siedlung „Monasterium“ (um 1050) bis hin zur befestigten mittelalterlichen Metropole „Münster“ (seit etwa 1200).

Leihgaben
In der Ausstellung sind auf über 1000 qm Ausstellungsfläche zahlreiche bedeutende karolingische Objekte wie Handschriften, Elfenbeinarbeiten, Gold- und Silberschmiedewerke aus Kirchen und Klöstern aus dem In- und Ausland sowie eindrucksvolle archäologische Funde aus Münster und Westfalen zu sehen.


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Kreuzförmige Fibel, um 800, ältestes bekanntes christliches Zeichen aus Münster, Domkammer der Kathedralkirche St. Paulus, Münster
Foto: Stephan Kube
 

Eintritt
pro Person: 3,00 EUR
ermäßigt: 2,00 EUR
Gruppen ab 16 Personen: 2,50 EUR
Familienkarte: 6,00 EUR
Schulklassen im Klassenverband: frei


Führungen
1 Stunde: 35,00 EUR, zzgl. Eintritt
1,5 Stunden: 50,00 EUR, zzgl. Eintritt

25 Personen pro Führung, bei wesentlich mehr Personen müssen die Gruppen geteilt, d. h. zwei Führungen gebucht werden.


Information und Anmeldung
Telefon: +49 (0)251/492-4503
Telefax: +49 (0)251/492-7726
eMail: museum@stadt-muenster.de


Weitere Führungsangebote finden Sie hier:
Führungen

Das Faltblatt zum Download



 

 

Eintritt frei für L(i)udger

Zahlreiche Menschen in Münster und Umgebung haben als Namenspatron den hl. Liudger. Über 4000 „Patenkinder“ des frühmittelalterlichen Missionars und Bistumsgründers wurden deutschlandweit angeschrieben. Denn: Wer Liudger, Ludger, Ludgerus oder Ludgera heißt, kann sich freuen: Alle, die nach dem ersten Bischof des Bistums Münster benannt sind, erhalten freien Eintritt in die Ausstellung „805: Liudger wird Bischof“.
Es ist ganz unkompliziert: Einfach den Personalausweis an der Kasse im Museumsshop vorzeigen und bis zum 11. September die Ausstellung kostenlos besuchen – natürlich auch mehrmals.