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„805: Liudger wird Bischof“ endete am 11. September


Über 33000 Besucherinnen und Besucher sahen die Schau über Liudger, den ersten münsterischen Bischof und den Kulturwandel im Westfalen des 8. und 9. Jahrhunderts. „Die bislang größte Ausstellung des Stadtmuseums Münster, die auf über 1000 qm Ausstellungsfläche neben hochrangigen Leihgaben neueste Forschungsergebnisse zur Frühgeschichte von Bistum und Stadt Münster präsentierte, war in jeder Hinsicht ein großer Erfolg für uns“, resümiert Museumsleiterin Dr. Barbara Rommé. Die Ausstellung war eine Kooperation mit dem Westfälischen Museum für Archäologie/Landesmuseum und Amt für Bodendenkmalplege, ohne dessen Unterstützung sie nicht hätte realisiert werden können.

Der Organisationsaufwand für diese große Präsentation war für ein Museum der Größenordnung des Stadtmuseums beträchtlich: 16 neue Vitrinen mussten für die hochrangigen Kunstwerke aus dem In- und Ausland neu angeschafft werden. Mehr als 30 aufwändige Einbauten in Boden und Wände kamen hinzu. Die Alarmanlage wurde aufgrund der hohen Auflagen der ausleihenden Museen und Bibliotheken auf den neuesten Stand gebracht. 34 Kuriere begleiteten die zahlreichen Leihgaben nach Münster und zurück und wurden betreut. Schließlich mussten aufgrund der langen Laufzeit der Ausstellung manche Leihgaben vorzeitig zurückgegeben werden – 18mal wurden Leihgaben ausgetauscht –, was wiederum mit hohem Organisationsaufwand für das Museumspersonal verbunden war.

Überregionales Interesse
Das große Interesse an dieser Ausstellung zeigte sich insbesondere am Katalogverkauf. Von den gut 33000 Besuchern kaufte jeder 20. eines der umfangreichen Begleitbücher – ein im Vergleich zu noch besser besuchten Ausstellungen wie etwa „Die fetten Jahre“ mit fast 40000 Besuchern und etwa 1400 verkauften Katalogen ein sehr gutes Ergebnis. Ungewöhnlich viele Kataloge wurden darüber hinaus per Post versandt an Interessierte, die keine Möglichkeit hatten, die Ausstellung zu besuchen. Dass das Interesse an „805: Liudger wird Bischof“ größere Kreise zog und die Ausstellung auch überregional wahrgenommen wurde, zeigte sich in einer Besucherbefragung: Mehr als die Hälfte der Befragten gaben an, nicht aus Münster oder der näheren Umgebung zu kommen, sondern über 30 km entfernt zu wohnen.

Besucherbetreuung
Viele Besucherinnen und Besucher nutzten die Möglichkeit, freitags an einer öffentlichen Führung durch die Ausstellung teilzunehmen: Die insgesamt 26 Führungen wurden von fast 250 Personen besucht. Viele größere Gruppen buchten – teilweise schon Monate vor der Ausstellungseröffnung – Gruppenführungen: Der Führungsstab des Stadtmuseums, bestehend aus Archäologen, Historikern und Kunsthistorikern, wurde eigens aufgestockt, um die knapp 120 einstündigen und 60 90minütigen Führungen in 26 Wochen zu bewältigen. Unter den Teilnehmern waren neben zahlreichen Pfarrgemeinden und anderen Gruppen aus Nordrhein-Westfalen auch eine Gruppe interessierter Archäologen aus Deventer sowie Besucherinnen und Besucher, die eine weite Anreise hatten wie etwa aus München. Freien Eintritt in die Ausstellung hatten die gerade im Münsterland zahlreichen Personen namens Ludger. Auf den Namenspatron beriefen sich seit Ende Juni fast 150 Personen – auch eine Ludgera war dabei.

Befördert wurde das große – auch überregionale – Interesse an der Ausstellung „805: Liudger wird Bischof“ sicherlich durch viel Werbung und intensive Pressearbeit: Neben etwa 130 längeren und kürzeren Artikeln in den münsterischen Lokalzeitungen, erschienen in anderen lokalen Medien, von der „Glocke“ bis hin zur „Stuttgarter Zeitung“ innerhalb der 26 Ausstellungswochen etwa 30 Artikel. Auch in den Niederlanden wurde das Thema aufgegriffen und dreimal, darunter sogar ganzseitig, über die Ausstellung berichtet. Anlässlich des Jubiläums „1200 Jahre Bistum Münster“ waren die zahlreichen Bistumszeitungen sehr interessiert an der Ausstellung „805: Liudger wird Bischof“ und begleiteten die Präsentation mit ihrer Berichterstattung. Radio und Fernsehen waren ebenfalls präsent und brachten mehrfach entsprechende Beiträge.

Pädagogische Programme
„805: Liudger wird Bischof“ befasste sich intensiv mit den neuen Erkenntnissen zur Frühgeschichte der Stadt Münster. Die für die Erarbeitung dieser neuen Ergebnisse verantwortlichen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler informierten darüber in neun Vorträgen, die von etwa 450 Interessierten besucht wurden. Ein besonderer Schwerpunkt im Begleitprogramm der Ausstellung war die anschauliche Vermittlung neuen Wissens an Schülerinnen und Schüler. Entsprechend gut angenommen wurden die zahlreichen angebotenen Schulprogramme, die von über 600 Schülerinnen und Schülern besucht wurden. Da Familienfreundlichkeit im Stadtmuseum generell groß geschrieben wird – der Eintritt in das Museum ist normalerweise frei – gab es zu dieser ausnahmsweise Eintritt kostenden Ausstellung eine günstige Familienkarte, die fast 100mal verkauft wurde.

Als zusätzliches Bonbon erwies sich schließlich der Liudger-Wacholder, der im Museumsshop zahlreiche Besucherinnen und Besucher zum Kauf animierte. Der dreifach gebrannte qualitätvolle Schnaps wurde insgesamt fast 500mal verkauft und trug zur Finanzierung der aufwändigen Ausstellung bei.


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