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Frühgeschichte der Stadt Münster - multimedial

Verein Münster-Museum e. V. und Stadtmuseum Münster präsentieren DVD


Das Begleitbuch zur Ausstellung enthält eine aufwändig produzierte DVD, die gleichzeitig auch einen wichtigen Teil der Ausstellung darstellt. Unter dem Titel „Münster – Von den Anfängen bis zum Jahr 1200“ bietet dieses in Deutschland einzigartige Projekt eine animierte Darstellung der topografischen Entwicklung der Stadt von der Eiszeit bis um 1200 n. Chr. Bewegte Bilder machen eine schwierige Materie anschaulich: Im Rundflug über Mimigernaford wird Stadtgeschichte eine spannende Geschichte.

Die Förderer
Der Verein Münster-Museum e. V. hat sich wieder einmal in bewährter Weise bei der Umsetzung der Stadtmodelle im Stadtmuseum Münster engagiert. Diese stellen die topografische Entwicklung der Stadt dar und bilden die Leitlinie durch die Schausammlung des Museums. Die Animation zur Frühgeschichte der Stadt ist die Fortsetzung dieser Leitlinie in einer zeitgemäßen Form – einer Form, die darüber hinaus diese frühe Phase der Stadtgeschichte mit allen Unwägbarkeiten und Unsicherheiten didaktisch anschaulich aufbereitet. Die neuen Erkenntnisse zum Bischofssitz Münster, die in der Animation umgesetzt werden haben durchaus Bedeutung für ganz Nordrhein-Westfalen. Aus diesem Grund haben sich auch die Kulturstiftung der Sparkasse Münster und die Nordrhein-Westfalen-Stiftung bereitwillig engagiert und die Umsetzung der Animation gefördert.

Frühgeschichte Münsters - in vier Kapiteln
Ungewöhnlich: Die Geschichte der Stadt Münster beginnt nicht erst mit der allbekannten Errichtung eines Klosters auf dem Domhügel durch den Missionar und späteren Bischof Liudger. Vielmehr wird im ersten Teil der Animation „Das Münsterland bis um 750 n. Chr.“ die Vorgeschichte thematisiert. Dabei finden die naturräumlichen Gegebenheiten des späteren Siedlungsplatzes, etwa dessen geologische Beschaffenheit, Berücksichtigung. Diese Fakten waren ausschlaggebend für die Wahl eines Siedlungsplatzes; so werden z.B. Vorbesiedlungen aus der Steinzeit veranschaulicht.
Der zweite Teil der Animation „Mimigernaford – um 750 bis um 900“ befasst sich mit dem spannenden Kapitel der konkreten Anfänge der Stadt Münster. Die wissenschaftliche Auswertung älterer Ausgrabungen auf dem Domplatz seit den 1930er Jahren durch das „Domburg-Projekt“ (seit 1999) hat die bisherige Sichtweise auf den Kopf gestellt. Die Diskussion etwa um die Frage, wo Mimigernaford – die Keimzelle der späteren Stadt Münster – eigentlich gelegen hat, ob auf dem Domhügel oder anderswo, ist noch nicht beendet. Wo stand die erste Kirche, wo verliefen Straßen und Wege, wieviele Tore hatte eigentlich die älteste Befestigung der Siedlung? Unter Einbeziehung der neuesten Erkenntnisse wird hier ein besonders schwieriges Kapitel der münsterischen Stadtgeschichte anschaulich dargestellt.
In den Teilen drei und vier wird die weitere Entwicklung der sächsischen Siedlung Mimigernaford über die wachsende Domburg-Siedlung „Monasterium“ um 1000 zur befestigten mittelalterlichen Metropole „Münster“ um 1200 nachvollzogen.

Mehrsprachig - auch Latein
Die Sehgewohnheiten der Museumsbesucherinnen und -besucher verändern sich mit der Zeit. Das Stadtmuseum Münster bezieht daher bei allen seinen Ausstellungen die neuen Medien in seine Präsentationen ein. Das Besondere: Diese multimediale Darstellung ist keineswegs nur eine bloße „Zugabe“, sondern sie ist ein eigenständiges Medium. Die Animation gibt wesentliche neue Erkenntnisse weiter, die sich auf herkömmlichem Weg einer breiten Öffentlichkeit gar nicht oder nur schwer vermitteln lassen. Erstmals wird auf diese Weise versucht, die Vor- und Frühgeschichte der Stadt im Verlauf, d.h. unter Einbeziehung des Zeitfaktors, darzustellen – auf dem Bildschirm angedeutet durch einen „Zeitticker“, der während der Präsentation mitläuft. Im Gegensatz dazu können bisherige Darstellungen in Form von Karten oder dreidimensionalen Modellen immer nur einen ganz bestimmten Zeitschnitt veranschaulichen. Ein gutes Beispiel dafür ist ein Ereignis wie der Stadtbrand des Jahres 1121, der über den Bildschirm flimmert. In der Animation haben Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, das Ereignis in seinem Verlauf zu betrachten. Sowohl der Zustand der Stadt vor dem Brand, das große Feuer selbst, als auch die Auswirkungen – die Zerstörung der Stadt – nach dem Brand und der darauf folgende Wiederaufbau, können „miterlebt“ werden. Zu den bewegten Bildern treten gesprochene Erläuterungen sowie Untertitel, die sich in mehreren Sprachen anzeigen lassen – darunter auch auf Lateinisch. Material für einen Fremdsprachen-Unterricht der anderen Art?

Konzeption
Konzipiert wurde diese multimediale „Geschichte der Stadt Münster“ von Dr. Barbara Rommé, Dr. Bernd Thier und Stephan Winkler M. A. Die technische Umsetzung und Produktion lag in den Händen von maßwerke GbR, Münster (http://www.MASSWERKE.de). Die Förderer – der Verein Münster-Museum e. V., die Kulturstiftung der Sparkasse Münster und die Nordrhein-Westfalen-Stiftung – haben allesamt mit namhaften Beträgen die Umsetzung dieses anspruchsvollen didaktischen und medientechnischen Projekts erst ermöglicht.



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Münster um 900: Auf dem Domhügel ist ein Vorgängerbau des heutigen Doms zu erkennen sowie eine zweite kleinere Kirche. Außerdem ist der bereits dichter besiedelte Bereich des heutigen Domplatzes durch eine Wall-Graben-Anlage befestigt.



Münster im Jahr 1121: Am 2. Februar zerstört ein verheerender Brand – im Zuge kriegerischer Auseinandersetzungen – die Stadt. Dabei werden nicht nur die Gebäude, sondern auch das Domarchiv und damit wichtige schriftliche Quellen fast vollständig vernichtet.



Münster um 1200: Münster ist eine mittelalterliche Metropole geworden. In der Mitte ist die Domimmunität erkennbar, rundherum Straßenzüge wie Prinzipalmarkt oder Salzstraße. Neben dem Dom sind Pfarrkirchen entstanden: St. Lamberti, St. Marien-Überwasser, St. Martini, St. Aegidii, St. Ludgeri und St. Servatii. Befestigt ist die Stadt durch eine mächtige Stadtmauer.